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Hintergründe



Einer der glücklichsten Momente im Leben eines Menschen ist der Aufbruch zu einer weiten Reise in ein unbekanntes Land. Mit mächtigen Anstrengungen die Fesseln der Gewohnheit, die bleierne Last der Routine und den Mantel manningfaltiger Sorgen abstreifen. Dann ist der Mensch mit einem Mal wieder glücklich und aufs Neue dämmert der Morgen des Lebens!
(Richard Burton)

In einem Austauschjahr sehe ich die Chance gänzlich in eine andere Kultur eintauchen zu können (ein bisher unerfüllter Traum). Meine anfänglichen Überlegungen waren ziemlich weitläufig – ich konnte mir fast alles vorstellen. Nur eines stand für mich sofort fest: Ich wollte nicht in die USA. „Zu gewöhnlich“, dachte ich (so vielfältig der Staat auch sein mag). Selbst die Sprache schränkte meine Länderauswahl nicht ein. Man lernt eine Sprache doch am besten in dem man sie spricht? Außerdem hatte ich zumindest Englisch und Französisch schon im Schulunterricht gehabt und vielleicht würde mir auch mein Lateinunterricht helfen.
Nach eingehender Information begannen sich allmählich klare Vorstellungen von „meinem“ Jahr herauszukristallisieren. Die lateinamerikanische Lebensweise, der eine gewisse Leichtigkeit des Seins nachgesagt wird und die deutlich von der deutschen Mentalität abweicht, fasziniert mich. Auch mein Interesse an der spanischen Sprache trug zu meiner Auswahl bei. Inzwischen nehme am Spanischunterricht der 11. Klassen teil.
Doch welche Länder sollte ich angeben? Südamerika ist groß und kaum jemand kann die Unterschiede der einzelnen Gebiete definieren. Ich lerne allmählich zwischen Uruguay und Paraguay zu unterscheiden und sammle verschiedene Eindrücke. Natürlich stößt man bei eingehender Beschäftigung auch auf Schattenseiten, dennoch überwog die Begeisterung aller, die diesen Schritt gewagt haben. Argentinien gilt als europäischstes der südamerikanischen Länder und Paraguay genießt aufgrund seiner Einzigartigkeit meinen Vorzug. Meine Entscheidung fiel schließlich auf Costa Rica, womit ich bisher sehr glücklich bin.
Letztendlich stellt das Gastland nur den Rahmen eines gelungen Austauschjahres da. Der Erfolg ist abhängig von der eigenen Persönlichkeit und den Menschen, denen man begegnet. Deshalb hoffe ich auf eine herzliche Aufnahme, egal welche Umgebung ich von da an meine „zweite Heimat“ nennen darf.
Es folgten zahlreiche Bewerbungsschreiben, Gespräche, Arztbesuche, Fragebögen (ein herzliches Dankeschön an meine Lehrer, die sich damit auseinandergesetzt haben) und Anträge. Der riesige, zeitliche Aufwand wird durch die Vorfreude auf das Zusammentreffen mit den anderen Austauschschülern - zu denen ich teilweise schon Kontakt habe - am 16. Juli in Madrid entschädigt.
Natürlich gibt es manchmal auch Momente des Zögerns und Zweifelns, aber im Prinzip kann ich es kaum abwarten und bin meinen Eltern sehr, sehr dankbar, dass sie mir dieses einzigartige Jahr ermöglichen.
Ich möchte nach meiner Rückkehr auf die Zeit zurückblicken können und sie als lohnenswerte Erfahrung bezeichnen. Mich reizt das Abenteuer des Auf-sich-allein-gestellt-seins, das sicherlich einen Schritt zum Erwachsenwerden darstellt. Ich erhoffe mir offener und toleranter zu werden und eine neue Sprache „mitzunehmen“. Meine Erlebnisse – egal ob positiv oder negativ – wird mir niemand mehr nehmen können.



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