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¡Hola!
Da lag doch tatsächlich ein großer, braun gefärbter Briefumschlag auf meinem Schreibtisch, als ich erschöpft von der Schule nach Hause kam. Vorsichtig drehte ich ihn in meinen Händen und versuchte neugierig zu ertasten, was sich wohl darin befinden könnte. Im Absenderfeld fand sich die Adresse meiner Organisation – doch irgendwie fühlte sich der Inhalt anders an, als die bisherigen Rundbriefe, welche stets eine spanischsprachige Zeitschrift enthielten. Meine Gastfamilie?!? Ich legte den Umschlag zunächst ungeöffnet zur Seite. Nicht, dass ich nicht neugierig gewesen wäre, aber manchmal habe ich ganz eigenartige Ideen der Selbstkontrolle *hust*.
Letztendlich eine unnötige Prozedur: Alles, was ich dem Brief entnehmen konnte, waren Hinweise zur Beantragung einer Einreiseerlaubnis. Selbstverständlich ebenfalls von hoher Wichtigkeit, aber ich muss eingestehen, zunächst ein wenig enttäuscht gewesen zu sein. Die Spannung hatte in den vorherigen Tagen, Wochen und Monaten immer mehr zugenommen. Andererseits bin ich gerne bereit weiterhin die Zeit zu warten, die es benötigt, eine Gastfamilie zu finden, welche wirklich zu mir passt.
Meinen schon vor einiger Zeit beantragten Reisepass durfte ich inzwischen von der Gemeinde abholen. Allerdings bin ich laut diesem Dokument fünfzehn Zentimeter „geschrumpft“ und die Angaben wären beinahe für den Personalausweis übernommen worden. Anschließend mussten meine Mutter und ich das Standesamt meines Geburtsortes aufsuchen. Die Behörden verlangen eine internationale, mehrsprachige Geburtsurkunde. Das hört sich natürlich durchaus spektakulär an, aber ich war von diesem kleinen Stück Papier ernsthaft enttäuscht. Statt die Erklärung der einzelnen Symbole mühselig in der jeweiligen Sprache zu suchen, hätte man notfalls in derselben Zeit im Wörterbuch nachblättern können. Nicht, dass das nicht genügt hätte – die Urkunde muss in Oldenburg überbeglaubigt werden, damit schließlich das Konsulat in Hannover noch einmal die Richtigkeit der Angaben bestätigen kann. Ein unglaublicher Aufwand, zumal meine Eltern dort persönlich erscheinen müssen, um die Reisepässe vorzulegen und die Einreiseerlaubniserklärung ohne einen Erziehungsberechtigten zu unterschreiben. Das bedeutet, dass ich zunächst als Touristin im Land bin und dort schnellst möglichst mit unserer Betreuerin ein Visum beantragen muss.
Außerdem müssen auch hier in Deutschland noch einige Formalitäten erledigt werden. Zum Beispiel erwartet meine Schule einen formlosen Antrag auf Beurlaubung und es wäre vielleicht sinnvoll vorher etwaige Arzttermine zu vereinbaren.
No hay riqueza tan segura como un seguro amigo… ^^ Mir wird momentan schmerzlich bewusst, wie sehr ich euch vermissen werde! Ich bin wirklich gespalten, wenn ich auf den Countdown sehe, spüre ich zwei Empfindungen gleichzeitig. Einerseits vergeht die Zeit viel zu schnell, mir fallen so viele Dinge ein, die ich noch vorher erledigen möchte, andererseits kann ich es kaum abwarten. Dann sind da noch immer diese Zweifel, ich habe doch bisher nur Grundkenntnisse der spanischen Sprache. Wie werde ich mich verständigen können, gerade ich, der mir Kommunikation doch so wichtig ist? Wie wird meine Gastfamilie sein? Werde ich Freunde finden? Komme ich in der Schule mit? Bin ich selbstständig genug? Können sonstige Probleme auftreten? … diese Liste könnte unendlich erweitert werden. Antworten werde ich allerdings erst später finden. Ein halbwegs kalkulierbares Risiko, welches ich gerne eingehe, denn „Costa Rica es pura vida“!!!
Hasta luego…

Übrigens - Eröffnungsspiel Deutschland gegen Costa Rica:
29.4.06 11:20
 


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